KrBo

Kette rechts und Bremse offen e.V.

08.-10. Juni 2012


Es ist wie in jedem Jahr. Wir haben ein zweier-Team, ein Vierer und ein Achter nebst Einzelfahrer gemeldet. Und obwohl wir uns schon zwei Wochen vor dem Event von dem Zweier verabschieden, und mit den beiden Fahrern die anderen Teams auffüllen, dauert es bis zum Freitag morgen bis Richard seinen Schwager Manni meldet und damit die verbleibenden Gruppen komplettiert.

Neben Manfred "Manni" Heilbrunder, einem Ex-Profi der schon zweier-Team-Erfahrung mit bringt, haben wir auch noch einen echten Neuling am Start. Roland "Rolo" Rosenau startet heute zu seinem ersten 24 Stunden Rennen. Genau genommen startet Roland heute zum ersten mal zu einem Rennen. "Keep racing Rolo".

Das Rennen findet in diesem Jahr zwei Tage nach Fronleichnam statt. Die meisten Teilnehmer nehmen daher den Freitag frei und können bereits am Donnerstag anreisen.

Dementsprechend viel Zeit bleibt, die letzten Aufgaben an alle Beteiligten zu verteilen. Die absurdeste ist sicherlich die Gasprüfung für unseren Napoleon Travel-Q. Die Feuerwehr München war im Vorfeld zur Höchstform aufgelaufen und wartete mit immer neuen "Vorschriften" auf, die zum Betrieb eines Gasgrills erfüllt werden sollten.

Das hantieren mit Kohle und Brandbeschleuniger aller Couleur war hingegen erlaubt. Und so waren im Fahrerlager schon am ersten Abend nie dagewesene Stichflamen in der Nähe von Team-Pavilions zu bestaunen.


Bis zum Mittag war aber auch die letzte Hürde genommen und unser Grill bekommt einen Aufkleber, der sonst nur Wohnmobile mit Kochstelle schmückt. Dazu gibt es ein zwei seitiges Prüfzeugnis für 34,- Euro das die Feuerwehr später doch nicht wie angekündigt in Augenschein nimmt.


Pünktlich zu unserem Eintreffen im Park fängt es dann das erste mal an zu regnen. Genau genommen schüttet es wie aus Kübeln. Wir können gerade noch das MasterTent aus dem Kofferraum zerren und uns darunter ins Trockene flüchten.

Es hört an dem Abend zwar immer mal wieder auf zu regnen aber im Grunde ist alles nass. Vor allem die Strecke, die zu dem Zeitpunkt schon verkürzt wurde um schwerere Stürze zu vermeiden.

Als wir uns gegen Mitternacht in unsere Schlafsäcke zurück ziehen, giesst es wieder wie aus Eimern. Ich kann mir nicht vorstellen, in zwölf Stunden den Start des Achters zu übernehmen.


Am kommenden Morgen regnet es zumindest nicht mehr. Im Laufe des Vormittags wechselt die Farbe des Himmels sogar zu einem helleren grau. Als ich dann um 12:04 Uhr mit Regenjacke für uns an den Start gehe, klart der Himmel auf. Und schon nach der Hälfte der zum Glück verkürzten Startrunde verfluche ich mich für die Entscheidung, mit Regenklamotten in ein Rennen zu gehen. Im Nu bin ich klatsch nass. Jetzt aber von meinem eigenen Körpersaft.


Den ganzen Nachmittag über bleibt das Wetter stabil. Zeitweise knallt die Sonne sogar derartig, das sich die Streckenverhältnisse von einer zur nächsten Runde drastisch verbessern. Urplötzlich ist alles trocken.


Zum Glück haben wir Leute wie den Hans in unserem Team.

Johannes "Hans" Schwarzenbrunner ist vor ein paar Jahren noch mit Leuten wie dem Ete und dem Ulle um die Wette gefahren. Heute macht er zum Spaß nur unser 8er Team platt. Demendsprechend vermittelt er die Ruhe im Team. Hans fährt i.d.R. in 24 Std. mehr Runden als der KrBo 8er.

Und das macht er ganz alleine.

O-Ton von Frau Schwarzenbrunner: "Denk Dir nichts! Wenn der nicht weiss, wie man schnell fährt, wer dann?"

Blöd nur: Hans-Biest fährt bei Einbruch der Dunkelheit auf 10 km immer noch drei Minuten (!!!) schneller als meine "volle Pulle Runde". Und wenn ich denke, ich kann jetzt mit ihm mithalten, kommt der Hans von hinten, schiebt mich an und ruft "komm schon - schalt n'auf!" Unfasslich!

Der Hans ist halt ein Rennfahrer.

Und wir sind blöde Stümper, die Rennen fahren um nicht letzter zu werden.


Abgesehen davon läuft alles völlig problemlos. Von einem schleichenden Plattfuss und einer offensichtlich defekten Gaskartusche mal abgesehen. Beides kann aber behoben werden.

Gegen 21.30 Uhr fahre ich zusammen mit Roland noch mal die obligatorischen Runden. Da die Fussball-EM für mich in diesem Jahr keine Rolle spielt, übernehme ich gerne die Runden während denen das erste Gruppenspiel der Deutschen gegen Portugal läuft. Kurz vor Schluss meiner ersten Runde kann ich mich dann aber nicht gegen die Durchsage über unseren Funk wehren: 1:0 - Gomez. Ein paar Sekunden später steht der Park Kopf.

Bei meiner zweiten Runde treffe ich auf tausende Anhänger der Nationalmannschaft, die im Begriff sind das Gelände zu verlassen. Einige sind leider nicht mehr im Vollbesitz ihrer motorischen Fähigkeiten. Meine Notbremsung quittiert einer mit dem ausstossen wilder Flüche. Vermutlich sind die geistigen Fähigkeiten auch dem Alkohol zum Opfer gefallen. Oder sie waren einfach nie vorhanden. Im Adrinalinrausch beschliesse ich beim nächsten "Hindernis" meinen Federweg anstelle meiner Bremsen zu benutzen. Zum Glück kommt es nicht zum Äussersten.


Als ich mein Rad gegen 23:00 Uhr abstelle, habe ich für dieses Wochenende die letzten Meter hinter mir. Das wird aber erst viel später klar, als Herr Bülles sich zu mir in den Transit legt und dabei verkündet: "Das hat keinen Sinn - wir brechen jetzt ab". Untermalt wird diese Meldung von lautem Geprassel auf dem Hochdach. Zu der Zeit versucht Herr Mannteufel noch denen auszuweichen, die sich vor ihm auf die Fresse legen.Kurze Zeit später hat auch er die Schnauze voll und wir geben zu dritt ein Schnarchkonzert im KrBo-Transit.


Am nächsten morgen beobachten wir mit Staunen wie sich tatsächlich ein paar Unentwegte ständig vor uns in der matschigen Steigung lang machen. Der Morast vor unserem Lager ist schon knöcheltief als die Rennleitung dem traurigen Spektakel ein Ende macht und das Rennen um 8:00 Uhr abschiesst.


Das nasse Lager zusammen zu packen ist natürlich kein Spaß. Schon um 10:00 Uhr rollt unser Tross aus dem Park.

Wir sind mal wieder nicht letzter geworden, jeder ist mindestens eine Runde mit Licht gefahren und niemand hat sich verletzt.

Und Spaß gemacht hat es auch. Zumindest in der Nachbetrachtung.

Das war in sechs Jahren unser erstes Regenrennen. Wenn der Schnitt so bleibt sind vermutlich alle zufrieden.

24 Stunden München 2012

Fahrer und Ergebnislisten

zum Download auf das Team klicken


Einzelfahrer:

Johannes Schwarzenbrunner


Vierer Team:

Thorsten Flick

Martin Lipp

Rene Liebkopf

Manfred Heilbrunner


Achter Team:

Christian Scherf

Roland Rosenau

Andreas Buchner

Götz Steinbrecher

Richard Hauke

Peter Gänslmayer

Jens Mannteufel

Christian Bülles

Vereinsmeister 2012 - Toto

schnellste Rennrunde und damit

Vereinsmeister 2012:

Thorsten "Toto" Flick

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schwarz-weiss-Impressionen
Dach Oly-Stadion
Feuerwerk
Start
Matsch
Feuerwerk
Sitzplätze Stadion
Toto
Toto - best of
Bike-Punk
Fussball im Fahrerlager
Matschpiste

Bilder teilweise mit freundlicher Genehmigung von www.Sportograf.de

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Stand: 27.06.2012